Montag, Oktober 31, 2005

Von Kugeln und Fröschen

Um meine derzeitige Hauptbeschäftigung (natürlich neben dem Lesen von Papers!) ein wenig zu umreißen, zitiere ich Wikipedia in dieser Angelegenheit:
There are many reasons why someone may learn to juggle. These include:
  • It is fun to learn and fun to teach
  • It looks impressive even if you aren't very good at it... great for showing off!
  • It can help relieve stress
  • While it is initially easy to pick up, juggling is challenging and no matter how good you get there is always more to learn
  • It can help improve reflexes and hand-eye coordination
  • It has been "proven" to increase the size of your brain
  • Some jugglers claim it makes them more attractive to the opposite sex
  • It can be used to keep fit
  • It can be a great icebreaker at parties
The majority of hobby jugglers can be split into one of two groups. The first are those who learned to juggle at university or college juggling clubs. These people are often mathematicians, scientists and computer programmers. They like juggling because it can be very structured and it can be analysed and modeled easily by maths and physics. Juggling has established itself as a very useful model for researchers studying motor skills and learning techniques. The second group are from the counter culture or alternative culture scene. They enjoy juggling because, while it can be very structured, it can also be as free as you want it to be, with a virtually infinite scope for individual personal expression.
Vorschläge, welcher Gruppe ich angehöre, werden gerne entgegengenommen! ;)

Um nun auf die Frösche zu kommen:
Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich
Von den Brüdern Grimm, Fassung von 1857.

In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte ein König, dessen Töchter waren alle schön, aber die jüngste war so schön, daß die Sonne selber, die doch so vieles gesehen hat, sich verwunderte, sooft sie ihr ins Gesicht schien. Nahe bei dem Schlosse des Königs lag ein großer dunkler Wald, und in dem Walde unter einer alten Linde war ein Brunnen; wenn nun der Tag recht heiß war, so ging das Königskind hinaus in den Wald und setzte sich an den Rand des kühlen Brunnens; und wenn sie Langeweile hatte, so nahm sie eine goldene Kugel, warf sie in die Höhe und fing sie wieder; und das war ihr liebstes Spielwerk.
Nun trug es sich einmal zu, daß die goldene Kugel der Königstochter nicht in ihr Händchen fiel, das sie in die Höhe gehalten hatte, sondern vorbei auf die Erde schlug und geradezu ins Wasser hineinrollte. Die Königstochter folgte ihr mit den Augen nach, aber die Kugel verschwand, und der Brunnen war tief, so tief, daß man keinen Grund sah. Da fing sie an zu weinen und weinte immer lauter und konnte sich gar nicht trösten. Und wie sie so klagte, rief ihr jemand zu: "Was hast du vor, Königstochter, du schreist ja, daß sich ein Stein erbarmen möchte." Sie sah sich um, woher die Stimme käme, da erblickte sie einen Frosch, der seinen dicken häßlichen Kopf aus dem Wasser streckte. "Ach, du bist's, alter Wasserpatscher", sagte sie, "ich weine über meine goldene Kugel, die mir in den Brunnen hinabgefallen ist." "Sei still und weine nicht", antwortete der Frosch, "ich kann wohl Rat schaffen, aber was gibst du mir, wenn ich dein Spielwerk wieder heraufhole?" "Was du haben willst, lieber Frosch", sagte sie, "meine Kleider, meine Perlen und Edelsteine, auch noch die goldene Krone, die ich trage." Der Frosch antwortete: "Deine Kleider, deine Perlen und Edelsteine, und deine goldene Krone, die mag ich nicht; aber wenn du mich liebhaben willst, und ich soll dein Geselle und Spielkamerad sein, an deinem Tischlein neben dir sitzen, von deinem goldenen Tellerlein essen, aus deinem Becherlein trinken, in deinem Bettlein schlafen: wenn du mir das versprichst, so will ich hinuntersteigen und dir die goldene Kugel wieder heraufholen."
Was hat das mit mir zu tun? - Nicht viel; ihr, meine Leser, seid soeben Zeugen einer assoziativen Kette meinerseits geworden. Doch will ich euch den Auslöser nicht vorenthalten:
Heute, als ich intensiv damit beschäftigt war, Bälle (keine goldenen Kugeln) durch die Luft zu werfen und im häufigeren Fall danach wieder vom Boden aufzuklauben, da klopfte es an meine Tür und ein Frosch trat ein, gehüllt in eine geschmacklose Plastikverpackung mit der Aufschrift "Haribo Quaxi Fröschli", getragen in den Händen einer jungen Dame.
Ich war dankbar und enttäuscht zugleich: Quaxi hat seit seiner letzten Begegnung mit mir, die etwa 6 Jahre zurückliegt, deutlich abgenommen (siehe Bild rechts), winzig und mickrig ist er geworden.
Glücklicherweise hat der Lauf der Zeit jedoch die Konsistenz - leuchtend-grasgrünes Fruchtgummi mit Schaumzuckerüberzug - unverändert gelassen und so konnte ich mich zur Gänze einem nostalgischen Geschmackserlebnis hingeben.

2 Comments:

Blogger al-iksir said...

Ich könnte es mit den Eiern probieren, für die Palatschinken müssten wir sie ohnehin aufschlagen. ;)

18:09  
Blogger Michael said...

Werteste/r Al-Iksir, so oft kommentierst du auf meinem Blog und niemals gibt's einen Link hierher... Warum? Spread the meme!

17:09  

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