Geistlose Assoziationskette nach Genua
In der abendländischen Tradition gibt es sieben Tugenden. Vier von ihnen, nämlich die weltlichen Tugenden Weisheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung, die als Kardinaltugenden gelten, haben ihren Ursprung in der antiken Philosophie (Platon), während die anderen drei theologischen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung aus dem Christentum (Thomas von Aquin) stammen. Nach Aristoteles ist Tugend der Weg zur Glückseligkeit. Glück-selig-keit.
Im Osten sieht es ein wenig anders aus. Die fünf konfuzianischen Kardinaltugenden sind Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Sitte, Wissen und Wahrhaftigkeit. Das Ziel von tugendhaftem Verhalten ist es, die Urordnung wiederherzustellen und für Harmonie im Kosmos zu sorgen.
Laut Wikipedia versteht man allgemein unter Tugend die Fähigkeit und Haltung, aus innerer Neigung heraus Gutes zu tun, das heißt, etwas gerne und mit Freuden zu vollbringen. Wer tugendhaft ist oder eine Tugend hat, ist also im Besitz von positiven Eigenschaften. Aber Achtung - der Umkehrschluss ist nicht gültig: positive Eigenschaften sind nicht unbedingt Tugenden.
Neugier(de) zum Beispiel, das Streben von Lebewesen nach Unbekanntem, ist keine Tugend, wird sogar bisweilen als Untugend bezeichnet (Untugenden sind die Tugenden der Schurken). Man kann es auch negativer definieren, nämlich als eine Gier nach oder ein überdimensional stark ausgeprägtes Interesse an Fremdem und Neuem, seien es Menschen, Zusammenhänge, Dinge, Orte, Erlebnisse oder Wissen.
Neugier kann helfen, weiße Flecken auf Landkarten oder schwarze Flecken in Köpfen zu beseitigen. - Genua.
Im Osten sieht es ein wenig anders aus. Die fünf konfuzianischen Kardinaltugenden sind Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Sitte, Wissen und Wahrhaftigkeit. Das Ziel von tugendhaftem Verhalten ist es, die Urordnung wiederherzustellen und für Harmonie im Kosmos zu sorgen.
Laut Wikipedia versteht man allgemein unter Tugend die Fähigkeit und Haltung, aus innerer Neigung heraus Gutes zu tun, das heißt, etwas gerne und mit Freuden zu vollbringen. Wer tugendhaft ist oder eine Tugend hat, ist also im Besitz von positiven Eigenschaften. Aber Achtung - der Umkehrschluss ist nicht gültig: positive Eigenschaften sind nicht unbedingt Tugenden.
Neugier(de) zum Beispiel, das Streben von Lebewesen nach Unbekanntem, ist keine Tugend, wird sogar bisweilen als Untugend bezeichnet (Untugenden sind die Tugenden der Schurken). Man kann es auch negativer definieren, nämlich als eine Gier nach oder ein überdimensional stark ausgeprägtes Interesse an Fremdem und Neuem, seien es Menschen, Zusammenhänge, Dinge, Orte, Erlebnisse oder Wissen.
Sowohl Tiere als auch Menschen sind neugierig. Während bei den meisten Tierarten das Neugierverhalten mit der Geschlechtsreife erlischt, kann es bei den Menschen ein Leben lang bestehen bleiben. Neben dem Bedürfnis nach Abwechslung haben alle Menschen aber auch ein Bedürfnis nach Sicherheit, Gewohnheit und Vertrautem.Neugier ist ein Explorationsverhalten ohne Maß und Ziel, das Erinnerungsfähigkeit voraussetzt, denn die Neugier fällt ab, je länger ein Objekt bekannt ist.
Menschen mit einem starken Bedürfnis nach Sicherheit sind bestrebt, ihr Leben unter Kontrolle zu halten und sich vor Überraschungen zu schützen. Sie benötigen feste Freunde und Familie, eine Anstellung auf Dauer und empfinden mehr Befriedigung dabei, dass alles überschaubar und vorhersehbar ist. Sie laufen am liebsten in eingefahrenen Bahnen, wollen Aufregung und Streit vermeiden und anstelle dessen Harmonie pflegen. Sie verbinden mit neuen Aktivitäten Risiko, Angst, Unsicherheit, Fehler, Versagen, Gefahr. Vertraute Aktivitäten verknüpfen sie mit Geborgenheit, Überschaubarkeit, Kontrolle, Wohlbefinden, Entspannung.
Menschen mit einem starken Bedürfnis nach Ungewissheit und Abwechslung benötigen ein turbulentes Leben mit Abenteuer und Leidenschaft, mit Erfolgen und Rückschlägen. Sie bedürfen der Herausforderungen, um zufrieden zu sein und wechseln häufig die Wohnung, den Job, den Freundeskreis. Sie sind experimentierfreudig in Bezug auf Essen, Hobbies, etc. und verbinden mit vertrauten Aktivitäten Spießertum, Stillstand, Altern, Langeweile, während sie neue Aktivitäten mit Spaß, Abenteuer, sich selbst erfahren, verändern, verbessern, dazulernen verknüpfen.
Neugier kann helfen, weiße Flecken auf Landkarten oder schwarze Flecken in Köpfen zu beseitigen. - Genua.
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