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Ich höre die Menschen auf der Straße husten. Die Lichtverhältnisse sind anders, es ist dunkler geworden. Vorzimmer und Zimmer sind S-förmig angelegt. Es gibt mehr Stauraum als früher, die Kästen sind nicht alle besetzt. Das Badezimmer ist größer, der Abfluss nicht verstopft und ich genieße den Luxus eines Seifenhalters in der Duschkabine, welche vermutlich die Fläche von genau einem Quadratmeter hat. Umdrehen führt nun nicht mehr zu einem Scheppern der Plastik-Duschwände durch übersehenes oder ungeschicktes Einklappen der Ellbogen. Die Vormieterin, eine ERASMUS-Studentin aus Frankreich, hat einen 1,7-L-Wasserkocher, einen Fön und diverse Hygieneartikel zurückgelassen. Mein Kühlschrankfach ist kleiner als früher, die Äpfel mussten emigrieren. Im Küchenschrank ist mindestens dreimal soviel Platz für Nahrungsmittel und Kochgeschirr wie früher. Auf der Ablage steht eine seltsame Maschine: ein blauer Würfel mit abgerundeten Ecken, etwa 25 cm Kantenlänge, vorne ein paar Schalter zum Bedienen, hinten ein Kabel mit Stecker. Gestern abend machte ich mich auf den Weg in die Küche, um mein Abendessen, einen Salat, zuzubereiten. Schon 10 Meter vor der Küchentür vernahm ich laute, lachende Stimmen. Eine Gruppe von etwa 10 Asiaten, Männer und Frauen im Alter zwischen etwa 20 und 40, saß am Esstisch und unterhielt sich in einer fremden Sprache. Während ich das Grünzeug kleinschnipselte und versuchte die Sprache zu identifizieren (Hochchinesisch war es nicht, zu viele ungewohnte Laute, Koreanisch auch nicht, zu viele bekannte Laute, ev. ein arger chinesischer Dialekt?), fiel mein Blick auf den blauen Würfel, dessen Deckel aufgeklappt worden war. Innen war ein zylindrisches Loch, ausgekleidet mit einem silbrig-metallenen Material. Ein Reiskochtopf!
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