Abschied...
... vom Winter:
März. Mit Steinchen gespickter Schnee am Straßenrand schmilzt vor sich hin. Kühle Brisen werden immer häufiger unterbrochen von wärmenden Sonnenstrahlen. Fenstergläser reflektieren die ungewohnte Helligkeit, blenden. Blinzeln. Blitzblauer, leuchtender Himmel, ein paar Schäfchenwolken hetzen vergnügt hin und her. Wien scheint zu erwachen aus dem Winterschlaf. Um jede Ecke scheint Sonne, die Kleiderschichten werden dünner, erste Blüten knospen. Sollte es schon Frühling werden? Winter ade, Scheiden tut weh? Letzteres auf jeden Fall.
... von dir:
Der letzte Tag. Mit unserer Zweisamkeit hat es nun endgültig ein Ende. Nie mehr wieder, so scheint es, werden wir Seite an Seite weilen, uns morgens gegenseitig zärtlich wecken und abends behutsam in Morpheus' Arme betten. Noch weißt du nichts von unserer Trennung, noch weilst du in der Ferne, ahnungslos und in der glücklichen Erwartung, zu mir zurückzukehren. Doch ich kann nicht anders. So sehr du, mein Schatz, mir auch am Herzen liegst, ich muss dich verlassen. Versuche nicht, meine Gründe zu verstehen, denn deine Enttäuschung wäre die einzige Konsequenz. Verliere dich nicht in Schuldgefühlen, denn schuld ist niemand ganz allein. Halte deine bitteren Tränen zurück, denn ich bin es nicht wert, dass man um mich weint.
Auf 108 werde ich Trost und Zuflucht suchen.
März. Mit Steinchen gespickter Schnee am Straßenrand schmilzt vor sich hin. Kühle Brisen werden immer häufiger unterbrochen von wärmenden Sonnenstrahlen. Fenstergläser reflektieren die ungewohnte Helligkeit, blenden. Blinzeln. Blitzblauer, leuchtender Himmel, ein paar Schäfchenwolken hetzen vergnügt hin und her. Wien scheint zu erwachen aus dem Winterschlaf. Um jede Ecke scheint Sonne, die Kleiderschichten werden dünner, erste Blüten knospen. Sollte es schon Frühling werden? Winter ade, Scheiden tut weh? Letzteres auf jeden Fall.
... von dir:
Der letzte Tag. Mit unserer Zweisamkeit hat es nun endgültig ein Ende. Nie mehr wieder, so scheint es, werden wir Seite an Seite weilen, uns morgens gegenseitig zärtlich wecken und abends behutsam in Morpheus' Arme betten. Noch weißt du nichts von unserer Trennung, noch weilst du in der Ferne, ahnungslos und in der glücklichen Erwartung, zu mir zurückzukehren. Doch ich kann nicht anders. So sehr du, mein Schatz, mir auch am Herzen liegst, ich muss dich verlassen. Versuche nicht, meine Gründe zu verstehen, denn deine Enttäuschung wäre die einzige Konsequenz. Verliere dich nicht in Schuldgefühlen, denn schuld ist niemand ganz allein. Halte deine bitteren Tränen zurück, denn ich bin es nicht wert, dass man um mich weint.
Auf 108 werde ich Trost und Zuflucht suchen.
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