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Als ich heute morgen um 06:42 aufwachte und sah, wie blau der Himmel, wie strahlend die Sonne, wie schön der Tag war, ärgerte ich mich, dass ich die hellen Stunden vermutlich wieder in einem Bunker-artigen und fensterlosen Raum verbringen würde, ähnlich dem der Studiensammlung Ostasien. Natürlich wurde dieser Ärger auf dem Weg zum MAK nur noch mehr bestärkt, als ich feststellte, dass aufgrund der wärmeren Temperaturen sämtlicher Schnee schon weggeschmolzen war und der Wienfluss durch das Tauwasser angeschwollen munter vor sich hinrauschte. Ein herrlicher Wandertag.
Ursprünglich hatte es geheißen, dass ich heute im MUMOK arbeiten würde, doch gestern abend, während meiner Nachhilfestunde, rief mich schon erwähnte Agentur an und bat um meine Unterstützung am Sonntag im MAK. Glücklicherweise wurde ich zu Beginn der Garderobe zugeteilt und nicht in den Keller von gestern, da gewöhnlich am Sonntag viele Jus-, Wirtschaft- und MedizinstudentInnen schon in aller Frühe vor dem MAK Schlange stehen, um als erster zur Garderobe zu kommen und damit als erster sich einen Lernplatz im Lesesaal sichern zu können. Das nennt man fleißiges, ehrgeiziges, opferbereites und zielstrebiges Studieren. Danach teilte man mich drei interessanten Räumen zu: es handelte sich um drei Zimmer, in denen Gegenstände beziehungsweise Möbel aus der Renaissance-, Rokoko- und Biedermeierzeit ausgestellt waren. Von den Besuchern ziemlich allein gelassen spazierte ich mehrmals an über 50 Sesseln unterschiedlicher Bauweise, Dekoration, Bemalung und Verzierung vorbei, begutachtete vergoldete und wunderschön lackierte Gläser und Becher, silberne Gefäße, feine Porzellanarbeiten und Meisterwerke der Glasbläserei. Leider wurde ich recht bald abberufen in das Obergeschoß des MAK, wo temporär die Ausstellung zu japanischen Farbholzschnitten eingerichtet worden war. Alle Fenster der riesigen Halle waren doppelt verdeckt worden, so dass das einzige, spärliche Licht von winzigen Lämpchen von der wohl 15 oder 20 Meter hohen Decke kam. Gabriel, ein Kollege von mir, der im gleichen Raum Aufsicht hatte, beging den Fehler, sich hin und wieder auf Sesseln auszuruhen und dadurch der Gefahr, einzunicken, mit Voranschreiten der Zeit immer näher kam, ehe es schließlich am frühen Abend tatsächlich dazu kam. Ich empfehle mäßig-zügiges Hin- und Hermarschieren und einen Kopf voller Ideen oder Gedanken, dann ist man vor Schlafsucht gefeit.
Zum Titel des Eintrages: Ich frage mich, nein, ich frage dich, welche Buchstaben du deiner spontanen Eingebung folgend hier als fehlend anführen würdest. Diese Fragestellung kam mir, als ich die Beschriftung zu einer der Farbholzschnitte las, in der Schnelligkeit mit dem Auge aber nur diese Buchstaben erfasste und mir daher die scheinbar fehlenden dazudachte - und falsch dachte.
Ursprünglich hatte es geheißen, dass ich heute im MUMOK arbeiten würde, doch gestern abend, während meiner Nachhilfestunde, rief mich schon erwähnte Agentur an und bat um meine Unterstützung am Sonntag im MAK. Glücklicherweise wurde ich zu Beginn der Garderobe zugeteilt und nicht in den Keller von gestern, da gewöhnlich am Sonntag viele Jus-, Wirtschaft- und MedizinstudentInnen schon in aller Frühe vor dem MAK Schlange stehen, um als erster zur Garderobe zu kommen und damit als erster sich einen Lernplatz im Lesesaal sichern zu können. Das nennt man fleißiges, ehrgeiziges, opferbereites und zielstrebiges Studieren. Danach teilte man mich drei interessanten Räumen zu: es handelte sich um drei Zimmer, in denen Gegenstände beziehungsweise Möbel aus der Renaissance-, Rokoko- und Biedermeierzeit ausgestellt waren. Von den Besuchern ziemlich allein gelassen spazierte ich mehrmals an über 50 Sesseln unterschiedlicher Bauweise, Dekoration, Bemalung und Verzierung vorbei, begutachtete vergoldete und wunderschön lackierte Gläser und Becher, silberne Gefäße, feine Porzellanarbeiten und Meisterwerke der Glasbläserei. Leider wurde ich recht bald abberufen in das Obergeschoß des MAK, wo temporär die Ausstellung zu japanischen Farbholzschnitten eingerichtet worden war. Alle Fenster der riesigen Halle waren doppelt verdeckt worden, so dass das einzige, spärliche Licht von winzigen Lämpchen von der wohl 15 oder 20 Meter hohen Decke kam. Gabriel, ein Kollege von mir, der im gleichen Raum Aufsicht hatte, beging den Fehler, sich hin und wieder auf Sesseln auszuruhen und dadurch der Gefahr, einzunicken, mit Voranschreiten der Zeit immer näher kam, ehe es schließlich am frühen Abend tatsächlich dazu kam. Ich empfehle mäßig-zügiges Hin- und Hermarschieren und einen Kopf voller Ideen oder Gedanken, dann ist man vor Schlafsucht gefeit.
Zum Titel des Eintrages: Ich frage mich, nein, ich frage dich, welche Buchstaben du deiner spontanen Eingebung folgend hier als fehlend anführen würdest. Diese Fragestellung kam mir, als ich die Beschriftung zu einer der Farbholzschnitte las, in der Schnelligkeit mit dem Auge aber nur diese Buchstaben erfasste und mir daher die scheinbar fehlenden dazudachte - und falsch dachte.
2 Comments:
Herbstmond - was denn sonst?
Selbstmord.
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