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Etwas kritisch beäuge ich die dreistellige Zimmernummer auf dem Bestätigungsformular des Heimes für meinen Platz im Jahr 2006/07. Sie kommt mir ungewöhnlich hoch vor, im Gegensatz zur derzeitigen Lage. Ist es Honorierung oder Strafe, dass ich in den 6. Stock versetzt werde? Was habe ich in meinen treuen zwei Jahren hier verbrochen, dass ich mein zukünftiges Zuhause neben der Wohnung des Heimleiters zu suchen habe? Werde ich unter Aufsicht gestellt, mein Gehen und Kommen überwacht? Oder ist der 6. Stock lediglich Auserwählten vorbehalten und ich sollte meinen Gönner mit kowtows überhäufen? Nur eines ist sicher: Das Bangen um eine erträgliche Zimmerkollegin hat wieder begonnen. Wird das Schicksal mir einen neuen Schatz zuteilen, der mich musenähnlich küsst, um meine künstlerische Seele zu beflügeln und mir grenzenlose Phantasie einzuhauchen? Meine Inspiration auf 319, mein Schatz, vermochte mir fruchtbaren Boden für meine Saat der Lobpreisungen und Hymnen zu bieten. Nie zuvor hat mich ein Mensch mehr fasziniert. Wäre es nicht unser aller Traum, wenn er wiederkäme? Die traurige Wahrheit ist: Ich vermisse dich nicht. Nicht mehr. Diese Zeiten sind vorbei.
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