Darwin's Nightmare
Es geht abwärts. Stetig und steil. Oder aufwärts. Wer kann das schon so genau sagen?
Gestern gab es sie noch. Heute suche ich sie vergeblich, die stabilen Grundmauern.
Am Abend habe ich das erste Mal Laute aus der Sprache Kiswahili vernommen. Worte, Sätze, Rufe und Lieder. Beinahe zwei Stunden lang. Ein sehr bewegender Dokumentarfilm. Sehr, sehr nachdenklich stimmend. Vielleicht hätte ich nicht hingehen sollen, denke ich mir jetzt. Aber Neugier hat gesiegt. So wie schon gestern abend.
Heute, ein weiß getünchter Raum. Klappsessel, ein Beamer und eine Leinwand. Veganes Buffet. Eine Ausstellung. Ich hatte das Gefühl, aus der Masse hervorzustechen, unter dauernder Beobachtung zu stehen - der vorherrschende Kleidungs- und Dekorationsstil war doch stark abweichend von meinem. Der Film geht los. Staubige Straßen, schmutzige, verfallene Hütten. Verfaulender Fisch, der Erdboden übersät mit sich windenden Maden. Überall riesengroße Coca-Cola-Werbung. Die Menschen sind dunkel. Alle. Kinder, Männer, Frauen, Fischer, Manager, Nachtwächter, Piloten, Journalisten, Abteilungsleiter, Funker - viele Menschen sprechen Kiswahili, manche Englisch. Immer wieder höre ich "chakula... chakula, chakula, ... chakula" heraus: Essen. Lebensmittel. Die fehlen. Kinder, die sich prügeln. Eine Prostituierte singt ein Lied für die Kamera: Tanzania Tanzania, nakupenda kwa moyo wote.
Impressionen zur Ausstellung:




Edit: Hm.
Gestern gab es sie noch. Heute suche ich sie vergeblich, die stabilen Grundmauern.
Am Abend habe ich das erste Mal Laute aus der Sprache Kiswahili vernommen. Worte, Sätze, Rufe und Lieder. Beinahe zwei Stunden lang. Ein sehr bewegender Dokumentarfilm. Sehr, sehr nachdenklich stimmend. Vielleicht hätte ich nicht hingehen sollen, denke ich mir jetzt. Aber Neugier hat gesiegt. So wie schon gestern abend.
Heute, ein weiß getünchter Raum. Klappsessel, ein Beamer und eine Leinwand. Veganes Buffet. Eine Ausstellung. Ich hatte das Gefühl, aus der Masse hervorzustechen, unter dauernder Beobachtung zu stehen - der vorherrschende Kleidungs- und Dekorationsstil war doch stark abweichend von meinem. Der Film geht los. Staubige Straßen, schmutzige, verfallene Hütten. Verfaulender Fisch, der Erdboden übersät mit sich windenden Maden. Überall riesengroße Coca-Cola-Werbung. Die Menschen sind dunkel. Alle. Kinder, Männer, Frauen, Fischer, Manager, Nachtwächter, Piloten, Journalisten, Abteilungsleiter, Funker - viele Menschen sprechen Kiswahili, manche Englisch. Immer wieder höre ich "chakula... chakula, chakula, ... chakula" heraus: Essen. Lebensmittel. Die fehlen. Kinder, die sich prügeln. Eine Prostituierte singt ein Lied für die Kamera: Tanzania Tanzania, nakupenda kwa moyo wote.
Impressionen zur Ausstellung:




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